Neuerscheinung auf dem Buchmarkt

 

Während andere Mütter sich schützend vor ihre Sprösslinge stellten und Konsequenzen zogen, indem sie die Flucht mit ihren Zöglingen wählten, achtete sie nur darauf so wenig wie möglich selbst verprügelt zu werden. Wenn auch in den 1960er Jahren die Frauen geringere Rechte hatten als heutzutage, hätte gerade sie die Möglichkeit gehabt kurzfristig bei ihrer Verwandtschaft mit den Kindern unterzukommen.

Nicht selten war auch nur sie das Ziel seiner Wutausbrüche und die beiden Kinder hatten dafür ihre Ruhe. Ihren Frieden hatten sie nur in Form von körperlicher Gewalt, die Psyche litt jedes Mal mit. Die Situationen waren mehr als belastend für alle. Stefan zog sich dann immer ängstlich zurück und hoffte auf ein baldiges Ende von Geschrei und Gewalt. Ihre Langzeitschäden an der Psyche waren nachhaltig. Die Angst schwang bei Stefan immer mit, da war es egal wer von den dreien gerade Prügel bezog. Er war sehr lange ein Bettnässer, was zusätzlich die Psyche belastete. Seine Selbstzweifel waren enorm groß.

An alles in früher Kindheit konnte Stefan sich nicht erinnern. Eines seiner ersten negativen Erfahrungen, die ihm in seiner Erinnerung haften geblieben sind, ist eine Begebenheit im Schwimmbad. Es dürfte im Alter von vier bis fünf Jahren gewesen sein als die Familie an einem heißen Sommertag im örtlichen Freibad zum Baden und Planschen war. Stefan konnte nicht schwimmen und verbrachte daher etwas Zeit mit seiner Mutter am Planschbecken für die Kleinsten. Etwas Zeit deshalb, weil es seiner Mutti dort nicht gefiel, sie legte sich lieber auf die ausgebreitete Decke von wo aus sie das Schwimmerbecken mit seinem 10 Meter Sprungturm und den Springern beobachten konnte.

Stefan hatte leider nicht besonders viel Gelegenheit zum Spielen im Wasser. Sein Vater kam auf die Idee mit seinem Jüngsten zum Nichtschwimmerbecken zu laufen. Stefan gefiel es dort nicht, denn das Bassin war für ihn zu tief, zudem hatte er schon so eine Ahnung. Trotzdem nahm sein Vater ihn den kleinen Mann auf den Arm und ging mit ihm an den Beckenrand, Der Junge schrie bereits wie am Spieß, denn er wusste was kommen würde.

Während sich Stefan am Hals seines Vaters festhielt, löste der die Umklammerung und warf ihn in hohem Bogen ins Wasser. Als sein Sohn ins Nasse klatschte und unterging, bekam er Panik, schluckte noch mehr Wasser, kam wieder an die Luft, schrie erneut und es kam noch mehr Flüssigkeit in die Lunge. Stefan stand Todesängste aus als im nächsten Moment der kleine Körper gepackt und aus dem Schwimmbecken gehoben wurde, es war sein Vati, der ihn vorm Ertrinken gerettet hatte. Es dauerte eine ganze Weile bis sich der kleine Mann wieder beruhigte. Es sollte noch Jahre brauchen, bis Stefan die Angst vorm tiefen Wasser verlor und das Schwimmen trotz zweier Schwimmkurse nicht lernte.

Sein späterer Klassenlehrer Herr Schmidt, der für Stefan wie eine Art Vaterersatz war und der ihn ab der siebten Klasse, da war Stefan dreizehn, positiv beeinflusste. Er nahm sich die Zeit, seinem Schüler das Schwimmen beizubringen und ihm die Angst vorm tiefen Wasser zu nehmen. Durch den positiven Einfluss konnte dank Herrn Schmidt, Stefan langsam lernen was falsch und richtig war. Manchmal schickt das Schicksal zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Menschen.

Ein weiteres einschneidendes Erlebnis hatte Stefan als er fünf Jahre alt war. Eines Morgens wachte er auf und wusste nicht, wo er sich befand. Ein Bein tat ihm weh und es fühlte sich seltsam schwer an. Vorsichtig langte er unter die Bettdecke, es war etwas Hartes außen am Bein. Was war los, das Bett kannte er nicht und es waren noch andere Kinder im Zimmer. Stefan war verstört, er fing an zu weinen, weil er es mit der Angst zu tun bekam. Es dauerte nicht lange und die Türe zu dem seltsamen Raum öffnete sich und eine Nonne kam auf ihn zu, um ihn zu beruhigen. Als Stefan endlich wieder ruhiger wurde, erklärte die Frau in ihrer blau weißen Tracht, sie hieß Schwester Edelgard, was passiert war. Er hatte einen schweren Autounfall bei dem sein rechtes Bein gebrochen wurde, dass nun vom Fuß bis zum Oberschenkel eingegipst war.

Wie Stefan erst ein paar Tage später erfuhr, wollte er über die viel befahrene Straße vor seinem Haus laufen und rannte genau in ein fahrendes Auto. An den Unfalltag kann er sich bis heute nicht erinnern, er ist aus seinem Gedächtnis gelöscht. Was damals fast noch schlimmer als der Gips am Bein war, dass von seiner Familie niemand in das Krankenzimmer durfte. Den anderen Kindern ging es genauso.

Die Besucher durften nur durch eine kleine Scheibe in der Türe zu ihren Kindern gucken. Von innen sah man dann das jeweilige Gesicht, aber nur dann, wenn sich nicht die Sonne in dem Fenster spiegelte. Wer weiß heute noch warum man das damals den Kindern angetan hatte. Jedenfalls gab es da immer wieder schreckliche Szenen, vor allem wenn Neulinge ins Krankenzimmer kamen. Bei Stefan machte man dann ziemlich schnell eine Ausnahme, da er für mindestens ein viertel Jahr dort bleiben musste. Daher fuhren ihn die Schwestern mit seinem Bett jeweils an den Sonntagen raus auf den Gang, damit er die Besuchszeit mit seinen Eltern, Großeltern und seinem Bruder verbringen konnte. Im Nachhinein betrachtet hatte die Zeit im Krankenhaus auch etwas Gutes, es gab weder Geschrei noch Prügelstrafen.

Feigheit

Nun arbeitete Stefan wieder bei den Amerikanern als Schlosser. Besonders gut konnte man dort nicht verdienen, jedenfalls war das Geld wieder mal knapp. Stefan machte sich Gedanken wie er sein Einkommen aufbessern konnte.

Es kam ihm eine kleine Anzeige in der Tageszeitung in den Blick. Es wurden sehr gute Verdienstmöglichkeiten für jedermann angepriesen. Also rief er unter der angegebenen Telefonnummer an, es meldete sich ein Mann, der etliches außen herumredete und nicht so richtig auf den Punkt kommen wollte. Dennoch verstand er es Stefan neugierig zu machen. Beide machten einen Termin in einem Schweinfurter Büro aus. Zum vereinbarten Termin klingelte Stefan an der Bürotür, ihm wurde von einer Frau geöffnet und sie bat ihn herein. Es waren bereits noch ein paar Personen anwesend. Nun es war eine Infoveranstaltung, die Leute suchten freie Mitarbeiter für den Vertrieb von Edelstahltöpfen. Wie bereits erwähnt, war Stefan etwas leichtgläubig und er willigte ein zu einer weiteren Veranstaltung mitzugehen.

Der Erfolgsdruck auf die freiberuflichen Vertreter und Vertreterinnen war so groß, dass eine Frau aus der Volkacher Weingegend sich eine besondere Verkaufsmethode ausdachte. Aufgrund ihrer Aufträge die sie ablieferte, wurde sie überall gefeiert und als Vorbild für die Restlichen angepriesen. Es dauerte einige Wochen bis ihr Verkaufsgebahren aufflog, sie schrieb Aufträge mit Adressen, die sie aus dem Telefonbuch abgeschrieben hatte. Als dann die Waren ausgeliefert wurden und alle wieder zurückkamen, flog der ganze Schwindel auf.

Für solche Machenschaften wäre Stefan nie zu haben gewesen, da er inzwischen recht genau wusste was falsch und was richtig war. Auch sein Gerechtigkeitssinn hatte sich dahingehend entwickelt. Wenn er auch mangels Verkaufstalent keinen einzigen Topf an die Frau brachte, so lernte er doch eine junge Frau kennen, die das gleiche Talent wie Stefan mit brachte.

Beide interessierten sich füreinander und wurden ein Paar. Ihr Name war Marga und wohnte in Würzburg in einer Studentenwohngemeinschaft, dort und an anderen Orten trafen sich beide dann regelmäßig. Es dauerte nicht lange und Stefan übernachtete bei ihr. Das Gefühl am nächsten Morgen, zum ersten Mal bei einer Frau die Nacht verbracht zu haben, war unbeschreiblich, erst jetzt konnte er sich als richtiger Mann sehen. Den ganzen nächsten Tag lief er geradlinig mit heraus gedrückter Brust herum, so stolz war er. Selbst seinen Arbeitskollegen fiel auf, dass Stefan an dem Tag ganz anders war als sonst. Ein zufriedenes Lächeln lag den ganzen Tag auf seinen Lippen.

Nun es ging so einige Zeit weiter, zwischenzeitlich, es war ein Samstag, brachte er Marga mit nach Hause zum Mittagessen. Seine Mutter zeigte ganz offen ihre Abneigung gegenüber Marga, das konnte sie sehr gut. Am Nachmittag ließen beide das Badewasser in die Wanne um gemeinsam zu baden. Im Badezimmer der Wohngemeinschaft in der Innenstadt von Würzburg gab es weder Wanne noch Dusche, die drei Mädels, die dort wohnten, mussten sich mit dem Waschbecken begnügen.

So freute sich Marga schon auf das warme Wasser, wenn es ihren Körper umspülen sollte. Natürlich stieg ihr Freund mit in die Wanne und setzte sich hinter sie, so konnte er sie fast am ganzen Körper waschen und liebkosen. Die warme, zarte und nasse Haut fühlte sich wunderbar unter Stefans Händen an. Es fühlte sich anders an, als die bisherigen Streicheleinheiten. Auch für Marga sollten sich die Zärtlichkeiten noch angenehmer anfühlen als bisher. Ein schönes Gefühl für Stefan war wenn er ihre Brüste zärtlich streichelte.

Inzwischen hatte Stefan gemerkt, dass es ihm weibliche Brüste angetan hatten. Da war es egal, ob klein, ob groß, ob feste Brüste oder etwas lascher Busen, mit allen konnte er Spaß haben. Genau genommen lag es nicht an der Brust an sich, sondern an der Ausstrahlung der Frau. Vermutlich liegt die Ursache für seinen Busenfetisch wie so vieles in seiner Kindheit. Auf die Frage an seine Mutter, wie lange sie ihn gestillt habe, kam ein entsetztes „ich habe dich nicht gestillt“. Fehlte Stefan die Mutterbrust und ist ihm der weibliche Busen deshalb so wichtig? Um auf die Badewanne zurückzukommen, jedenfalls überkam die beiden die pure Lust aufeinander, sie stiegen aus der Wanne heraus und legten sich auf die flauschigen Teppichfliesen im Bad.

Während Stefan in Margas Wonnezentrum eindrang, stöhnte diese leise auf. Sie waren zärtlich am Gange, Margas Becken kreiste leicht unter Stefans Hüfte, als Stefan Stimmen von außen hörte. Es war seine Mutter und Hubert sein Stiefvater, die sich künstlich aufregten. Stefan hörte wie seine Mutter meinte, „was machen die da drinnen“. Eine selten blöde Frage war das, was werden sie wohl gemacht haben? Beide Marga und Stefan, sahen sich in die Augen, fingen an zu grinsen und legten jetzt erst richtig los.

Ungehemmt ließen sie ihrer Lust freien Lauf, damit die Lauscher an der Wand auch genug von beider Liebesspiel mit bekamen.

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